SIB – CDO NDS HF – Nachdiplomstudium – Business Transformation Prüfungsarbeit

Um einen Wandel als Leader erfolgreich durchführen zu können, ist es wichtig, sich selbst gut zu kennen und für die Transformation eine klare Vision zu haben.

Diese Selbstkenntnis, gepaart mit einer klaren Vision, ist eine wichtige Basis für eine strukturierte Umsetzung mit allen Beteiligten.

Bei der Umsetzung agieren ein CDO typischerweise als Katalysator und stösst dabei Prozesse an, bringt neue Business Werkzeuge für Prozesse in das Unternehmen und begeistert dabei die Anwender und Teammitglieder für eine nachhaltige Positionierung.

Solche Transformationsprojekte werden durch den CDO im Alltag identifiziert, angestossen, gesteuert, angepasst und auch wieder erfolgreich abgeschlossen.

Bei der Prüfungsarbeit hatten wir die Gelegenheit, die kommunikativen und transformativen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Ein Dank an dieser Stelle an die hervorragenden Dozenten , Michael R. Schnieper Persönlichkeitsentwickler, Lösungsarchitekt, Key Note Speaker, Trainer at congente.ch, Nadja Perroulaz Partner, Liip AG SA Ltd., Verena Oberholzer Gründerin von witty works – female tech boost, Valérie Vuillerat Founder Witty Works / Member of Board of Directors Ginetta, Roman Burch Inhaber bei FORB Kommunikation AG, Patrick E. Koller Founding Partner, WATC Consulting AG,  Roger Wüthrich-Hasenböhler Chief Digital Officer Mitglied der Geschäftsleitung Swisscom, David Hengartner Innovation Lab Manager, Head of Intrapreneurship (Swisscom Kickbox) & ETH Lecturer Swisscom, Reto Wenger Open Innovation Developer bei Swisscom Intrapreneurship mit Swisscom Kickbox Swisscom, welche uns mit enormen Fachwissen und spannenden Details aus der Praxis auch für viele Fragen zur Verfügung gestanden ist.

Unternehmenskultur als Basis des Wandels

Als Treiber in der Digitalisierung agieren Chief Digital Officer wie ein Katalysator. Dabei lösen Sie Transformationsprozesse aus und lösen mit unterschiedlichen Projekten zum Teil einen fundamentalen Wandel aus. Folgende Punkte standen bei unserem Studium Fokus:

  • die eigene Kulturwahrnehmung bewusster zu kennen und anzuwenden
  • Akzente für einen Wertorientierten Kulturwandel im Unternehmen zu setzen
  • in der Rolle als Treiber und Vermittler engagiert zu agieren
  • Kulturwandel aktiv zu gestalten und zu steuern
  • sich der eigenen Leadershipwerkzeuge bewusst zu werden und diese auch gezielt in einem Unternehmenskulturwandel effektiv einsetzen

Neue Unternehmensformen

Teal: Teal oder zu deutsch petrol bezieht sich auf die integral evolutionäre Stufe von Frédéric Lalouxs Modell.

Frédéric Laloux über die Sehnsucht nach einer anderen Art von Arbeit

In der heutigen Arbeitswelt spielt das Ego eine grosse Rolle. Es bestimmt unsere Ängste, Ziele und Wünsche und zieht damit Erscheinungen wie politische Erwägungen, das Horten von Informationen oder ein Mangel an Authentizität in Organisationen nach sich. Um den Schritt in das integrale evolutionäre Paradigma (teal) zu machen, muss das Ego überwunden werden, um genau solche Erscheinungen zu minimieren und mehr Klarheit, Offenheit und Vertrauen zu schaffen. Die wichtigsten Durchbrüche evolutionärer Organisationen sind die Selbstführung, der evolutionäre Sinn und die Ganzheitlichkeit. Selbstführung, oder auch Selbstorganisation, bedeutet eine Abschaffung der traditionellen Hierarchie. Die Macht wird vielmehr gleichmässig auf alle Mitglieder einer Organisation verteilt. 

Lean: Lean Management ist ein Ansatz der kontinuierlichen Prozessoptimierung und umfasst die effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Mit Hilfe verschiedener Methoden, Verfahrensweisen und Denkprinzipien verfolgt das „schlanke Management“ das Ziel, Prozesse zu harmonisieren und ein ganzheitliches Produktionssystem ohne Verschwendung zu schaffen. Und das über alle Unternehmensbereiche hinweg.

Agile: Agile, die Fähigkeit der Informationsfunktion eines Unternehmens, Vorbereitungen zu treffen, um auf wechselnde Kapazitätsansprüche sowie veränderte funktionale Anforderungen sehr schnell, möglichst in Echtzeit, zu reagieren sowie die Möglichkeiten der Informationstechnologie derart nutzen zu können, dass der fachliche Spielraum des Unternehmens erweitert oder sogar neugestaltet werden kann.

Soziokratie 2.0: Soziokratie ist eine Organisationsform, mit der Organisationen verschiedener Größe – von der Familie, über Unternehmen und NGOs bis zum Staat – konsequent Selbstorganisation umsetzen können. In ihrer modernen Fassung basiert sie auf Erkenntnissen der Systemtheorie. Ihr Hauptziel besteht in der Garantie einer Untergrenze für soziale Sicherheit, weil ein Ignorieren von Bedürfnissen strukturell vermieden wird. Die Mitglieder einer Organisation entwickeln Mitverantwortung kollektiver Intelligenz sowohl für den Erfolg der Organisation als Ganzes als auch für jeden Einzelnen.

Holacracy: Holokratie (auch Holakratie) (Kompositum nach altgriechisch, holos‚ vollständig, ganz und kratía‚ dt. -kratieHerrschaft; im Englischen mit Lautangleichung: „Holacracy“) ist eine von dem Unternehmer Brian Robertson aus Philadelphia (USA) in seiner Firma Ternary Software Corporation entwickelte Systemik, die Entscheidungsfindungen „mit durch alle Ebenen hindurch gewünschter Transparenz und partizipativen Beteiligungsmöglichkeiten“ in großen Netzwerken und vielschichtigen Unternehmen eine günstige Struktur gibt.

Soziokratie 3.0: Die Soziokratie 3.0 (kurz S3) bietet eine modulare, flexible und freie Alternative zu Holacracy. Die Geschichte von S3 geht zurück auf die Ideen von August Comte 1851. Kees Boeke hat 1926 ein Konzept daraus erstellt (Soziokratie 1.0), welches 1970 erstmals durch Gerard Endenburg in Holland Anwendung fand (Soziokratie 2.0). Das Gedankengut der ursprünglichen Soziokratie fand ausserhalb Holland wenig bis gar keine Beachtung bis Brian Robertson 2008 Holacracy daraus herleitete. Bernhard Bockelbrink und James Priest haben die Ideen 2015 nochmals erweitert und mit agilen und lean Methoden ergänzt. Daraus ist nun das flexible und modulare Konzept von S3 entstanden, welches als Open Source offen und kostenlos zugänglich ist. 

Diversity als Schlüssel des erfolgreichen digitalen Wandels

Diversity heisst wörtlich übersetzt Vielfalt. Dahinter stehen Ansätze, die die menschliche Vielfalt als gesellschaftliches Potenzial wertschätzen und bewusst fördern. Statements und Facts, die aufzeigen, dass Diversity & Inclusion Management in verschiedenen Bereichen wichtig sind.

Innovation trough Diversity The Mix That Matters BCG The Boston Consulting Group

Marke & Positionierung

Die Positionierung im Marketing bezeichnet das gezielte, planmässige Schaffen und Herausstellen von Stärken und Qualitäten, durch die sich ein Produkt oder eine Dienstleistung in der Einschätzung der Zielgruppe klar und positiv von anderen Produkten oder Dienstleistungen unterscheidet. David Ogilvys Definition der Positionierung lautete kurz: „Was das Produkt leistet – und für wen.“ Dabei geht die Positionierung von der Abbildung des Meinungsbildes zu einem Meinungsgegenstand (z. B. Sach- oder Dienstleistung) in einem psychologischen Marktmodell aus. Diese Modelle zeichnen sich durch eine Kombination marketingtheoretischer, psychologischer und biologischer Erkenntnisse aus.

Strategie – Modelle – Neuartige Ansätze

Chief Digital Officer sind in der Lage:

  • die relevanten Trends für das Unternehmen in Bezug auf die Digitalisierung zu identifizieren und zu bewerten
  • die relevanten Trends mit den bestehenden und latenten Kundenbedürfnissen abzugleichen
  • die internen Glaubenssätze eines Unternehmens hinsichtlich der digitalen Veränderung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen
  • Optionen hinsichtlich der notwendigen digitalen Veränderung für ein neues oder des bestehenden Geschäftsmodells zu bestimmen
  • eine Value Proposition zu definieren.
  • die Erkenntnisse der Consumer Decision Journey für die Digitalisierung zu nutzen
  • das Blue Ocean Modell anzuwenden
  • ein Multi-sided Market-Modell zu entwickeln
  • Strategiemodelle wie Freemium und Long Tail zu erkennen
  • Erfolgsfaktoren sowie eine Roadmap für die Strategieimplementierung zu entwickeln

Business Ecosystem

Intrapreneurship mit Swisscom Kickbox. Swisscom Kickbox – eine Bottom-Up-Initiative, welche die Schweizer Innovationslandschaft verändern will.

Ein Jahr ist es her, seit das Intrapreneurship-Programm Kickbox bei Swisscom als Bottom-Up Initiative im kleinen Rahmen gestartet ist. Mittlerweile ist die Kickbox zur Erfolgsstory geworden, die nicht nur innerhalb von Swisscom zahlreiche Projekte ins Rollen gebracht hat, sondern auch das Interesse von anderen Firmen geweckt hat – und mit einem Cross-Company Ansatz nun dem Thema Intrapreneurship in der Schweiz mehr Gewicht gibt. Ein Update

Extrem inspirierend! Es hat Spass gemacht die Möglichkeit gehabt zu haben hinter die Kulissen einer solch innovativen Initiative sehen zu dürfen. Weiter so!

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